DER SÜDAST

DER SÜDAST

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In einem Leser­brief vom Juni 2018 hat der Bie­ler Archi­tekt Romano Ron­delli den West­ast mit einem fau­len Zahn ver­gli­chen, den man zie­hen muss. Bis­her hat sich die Poli­tik bekannt­lich nicht zu die­sem Schritt durch­rin­gen kön­nen. Doch immer­hin ist etwas Bewe­gung in die Sache gekom­men.

Romano Ron­delli enga­giert sich schon lange für den voll­stän­di­gen Ver­zicht auf jeg­li­che West­ast-Vari­an­ten. Seine Vari­an­ten heisst «Süd­ast» und war u.a. auch die Basis für die «kleine See­landt­an­gente» von Kurt Roh­ner.

Nun prä­sen­tiert der Archi­tekt seine Pläne der Öffent­lich­keit – hier die vier Teil­ab­schnitte im Detail:

thumbnail of A5 Südast Anschluss Lyssthumbnail of A5 Südast Gimmiztunnel thumbnail of A5 Südast Anschluss Hagneckthumbnail of A5 Südast Anschluss Ins

 

Als Kom­men­tar zu sei­nen Plä­nen schreibt der Archi­tekt Romano Ron­delli:

«Schon lange pro­pa­giere ich diese Lini­en­füh­rung und habe die  Pläne schon im Novem­ber 2017 erstellt. Mit der Ver­öf­fent­li­chung war­tete ich aber, bis der Gegen­vor­schlag von West­astso­nicht publik wurde. Die­ser Gegen­vor­schlag löste einen Marsch­halt und eine Dis­kus­sion aus. Das war sozu­sa­gen ein Etap­pen­ziel. Selbst­ver­ständ­lich stehe ich nicht hin­ter der Vari­ante, wollte aber das Pro­ze­dere nicht stö­ren, um die Basis für wei­tere Über­le­gun­gen zu legen.…

Nun, da die Dis­kus­sion end­lich los­ge­tre­ten ist, hat der Süd­ast evtl. eine Chance, ein Umden­ken aus­zu­lö­sen.

Obwohl der Süd­ast viele Mil­lio­nen güns­ti­ger käme, ist vom Astra + CO kein Rap­pen mehr übrig, um eine neue Lini­en­füh­rung zu über­den­ken. Von den Unter­halts­kos­ten reden wir gar nicht.

Ich habe mir nun die Mühe genom­men, eine Skizze einer Bie­ler­see-Süd­va­ri­ante anzu­fer­ti­gen, damit sich auch «nor­male» Men­schen so ein Sze­na­rio vor­stel­len kön­nen: Der hei­kelste Punkt ist der Anschluss Lyss Nord, wo man sicher eine für den Ver­kehrs­fluss geeig­ne­tere Lösung fin­den könnte. Da muss man halt Prio­ri­tä­ten set­zen, für wel­che Rich­tung der Ver­kehr mehr flies­sen soll. Die rest­li­che Lini­en­füh­rung ist abso­lut mach­bar und ver­braucht nicht so viel Kul­tur­land, wie man gemein­hin anneh­men könnte. Auch wer­den sehr wenige Bau­ten davon betrof­fen sein, und auch die Emis­sio­nen für die klei­nen Dör­fer sind auf dem Mini­mum gehal­ten. Die Stre­cke Lyss Nord-Ins kann 2- oder 4-spu­rig geführt wer­den, je nach geplan­tem Ver­kehrs­auf­kom­men!

Hier nur eine kurze Auf­lis­tung der Vor­teile des Süd­asts gegen­über dem offi­zi­el­len Aus­füh­rungs­pro­jekt:

  • Kommt in ein Gebiet gele­gen mit Ent­wick­lungs­po­ten­zial, sowohl wirt­schaft­lich wie auch zum Woh­nen
  • Viel gerin­gere Kos­ten für Erstel­lung und Unter­halt (siehe A5 Solo­thurn-Biel )
  • Süd­dör­fer haben neu Anschluss in Hagneck, dadurch Ver­kehrs­ent­las­tung der Dör­fer inkl. Nidau, Port und Ipsach!!!!
  • 4-spu­rige Auto­bahn Bern-Biel (kein Fla­schen­hals und weni­ger Unfälle)
  • Natur­schutz­ge­biet alte Aare kann rena­tu­riert wer­den
  • Nord­ufer Bie­ler­see kann dem Tou­ris­mus zuge­führt wer­den (teil­weise Rück­bau und Ver­lang­sa­mung der Ver­bin­dung, um Sie auch unat­trak­tiv zu machen für den Durch­gangs­ver­kehr)
  • Keine Mil­lio­nen für neue Stras­sen­tun­nels auf der Nord­seite vom Bie­ler­see, aber evt. für Bahn­tun­nels…
  • Kurze Bau­zeit
  • Neue Ver­kehrs­tech­ni­sche Aus­gangs­lage für die Stadt Biel = neue Chan­cen für Quar­tier­ent­wick­lung!!
  • zeit­lich kür­zeste Ver­bin­dung Neu­en­burg-Biel-Solo­thurn (dank Ost­ast)
  • kein Schleich­ver­kehr mehr von Neu­en­burg über Orvin ins Bözin­gen­feld und zurück!
  • genü­gend Platz für Bau
  • Sub­ven­tio­nen für Zucker­rü­ben wer­den immer weni­ger… weni­ger Schmer­zen für gewisse Land­be­sit­zer
  • etc.

Die Vari­ante von Kurt Roh­ner geht in die glei­che Rich­tung. So viel ich weiss, ist seine Lini­en­füh­rung jedoch wei­ter im Nor­den und grös­sere Abschnitte davon sind in Tun­nels.

Wie bereits erwähnt, erscheint mir JEDE Vari­ante ver­ständ­lich, wel­che auf der Süd­seite vom Bie­ler­see liegt.

Nun ist es ist am Kan­ton, zusam­men mit den Gemein­den (wel­chen der Süd­ast rie­sige Vor­teile brin­gen würde!), eine zweck­mäs­sige und mehr­heits­fä­hige Lini­en­füh­rung zu fin­den.»

3. Dezem­ber 2018