A5_DIRECT

A5-DIRECT

wider die A5-Hor­noch­sen­route*

© Leo Hor­la­cher

 

AUTO­BAH­NEN baut man, um Wirt­schafts­räume zu ver­bin­den. Man mei­det dabei direkte Durch­fahr­ten durch Städte, ins­be­son­dere wegen den mas­si­ven Bein­träch­ti­gun­gen durch den Schwer­ver­kehr. AUTO­BAH­NEN garan­tie­ren schnelle weit­räu­mige Ver­bin­dun­gen zu Geschwin­dig­kei­ten zwi­schen 100 und 120 km/h. Sel­tene Aus­nah­men gibt es bei Ver­bin­dun­gen zwi­schen Städ­ten, wie z.B. die A6, die Bern mit Biel/Bienne ver­bin­det. AUTO­BAH­NEN sind min­des­tens vier­spu­rig oder sind mehr­spu­rig.

Die geplante A5-Route hat mit einer Auto­bahn (wie es das Schwei­zer Volk beschlos­sen hat) wenig zu tun. Ab A5-Anschluss Brügg­moos bis kurz vor dem Auto­bahn­an­schluss Thielle NE  ist nur eine   zwei­spu­rige Auto­strasse geplant. Diese wäre nicht mal kreu­zungs­frei: im Weid­teile­tun­nel soll sich die A6 mit der A5 kreu­zen (siehe mein Arti­kel).

Eine Erwei­te­rung auf vier Spu­ren ist im A5-West­ast-Tun­nel nach­träg­lich nicht mehr mög­lich.

Die geplante Route mit­ten durch Biel/Bienne, wei­ter am Bären in Twann vor­bei, wider­spricht den obi­gen Vor­ga­ben. Damit wird dem Volks­wil­len nicht Genüge getan.

Auch der Vor­schlag  «A5 so bes­ser» löst das Pro­blem nicht, er ist ein­fach nur das klei­nere Übel.

Es braucht aber eine voll­wer­tige Auto­bahn A5 zwi­schen Biel/­Bi­enne-Brügg­moos und dem A5-Anschluss Thielle, und zwar auf dem kür­zes­tem Weg.

Die­sen Weg gibt es, es ist die

A5-DIRECT

Es gibt einen Weg, um den Beschluss des Schwei­zer Vol­kes betref­fend das Natio­nal­stras­sen­netz im Bereich der A5 fer­tig­zu­stel­len (gelbe Lini­en­füh­rung auf  obi­ger Land­karte). Die­ser Weg ist 2,6 km kür­zer als der geplante Weg am Nord-West­ufer des Bie­ler­sees, also genau um die Länge des unnö­ti­gen A5-West­asts, sowie  des Pro­jekts «West­ast so bes­ser!»

 

Vor­teile der A5-DIRECT
gegen­über der A5-Bären-Twann-Route:  

 

  • Diese Stre­cke ist 2,6 km kür­zer als die Bären-Twann-Route bis Thielle NE
  • Sie kann 4-spu­rig gebaut wer­den
  • Soll­ten in Zukunft Auto­bah­nen nicht mehr benö­tigt wer­den, dann könn­ten sie pro­blem­los in Hoch­ge­schwin­dig­keits-Stre­cken der Eisen­bahn und für zusätz­li­che Gleise des  Güter­ver­kehrs umge­baut wer­den
  • Die Stre­cken­füh­rung A5-DIRECT wird 2,5 Mil­li­ar­den bil­li­ger als die West­ast­route (der Bie­ler A5-West­ast und der Port­tun­nel fal­len weg).
  • Die A5-DIRECT ist bes­ser als «West­ast so bes­ser!»
  • Der Kurz­stre­cken-Luft­ver­kehr muss ein­ge­schränkt wer­den mit Hilfe von A5-Direct, durch kurze schnelle Auto­bah­nen.
  • Auto­bahnum­wege müs­sen ver­mie­den wer­den, es wird dadurch Zeit und Geld gespart.

Warum muss die A5 durch­ge­hend min­des­tens vier-spu­rig gebaut wer­den?  Sie ist die kür­zeste Ver­bin­dung zwi­schen den Wirt­schafts­räu­men BASEL – und ZÜRICH und  den Wirt­schafts­räu­men LAU­SANNE und GENF. Dar­über­hin­aus hat sie eine wich­tige inter­na­tio­nale Bedeu­tung.

Wei­ter ist die A5 eine sehr wich­tige Ersatz­route für die A1 durch Bern. Bis heute ist die A1 die ein­zige Auto­bahn­ver­bin­dung zwi­schen den oben genann­ten  Wirt­schafts­räu­men..


«Was nicht gebaut ist kann man ändern!»  https://www.westastsonicht.ch/

 

*Es wäre höchste Zeit für die Ein­sicht, dass es keine rich­tige Lösung gibt, im fal­schen Pro­jekt.»  https://westast.ch/

 


 

Leo Hor­la­cher (leo@horlacher.be)

Ver­tre­ter der Grü­nen Nidau in der A5-West­astbe­gleit­kom­mis­sion, wo der dama­lige Bie­ler Stadt­prä­si­dent Hans Stöckli am ers­ten Tag erklärte: «Über alter­na­tive Lini­en­füh­rung darf hier nicht gere­det wer­den.»


 

*Warum wurde die A5-Hor­noch­sen­route vom Bun­des­rat gewählt?

Die Pläne der Fer­tig­stel­lung der A5 rei­chen bis in die 60er Jahre aus dem letz­ten Jahr­tau­send zurück. Damals ver­langte der Bären in Twann einen direk­ten Auto­bahn­an­schluss auf sei­nen Hotel­park­platz. Was ihm von Bern bewil­ligt wurde und angeb­lich nicht mehr rück­gän­gig zu machen ist.

Men­schen nei­gen dazu, eher das klei­nere Übel zu wäh­len als das Pro­blem zu lösen. Dies trifft ins­be­son­dere auf Poli­ti­ker zu, die ja die Lini­en­füh­rung der Auto­bah­nen bestim­men. Das Volk darf hier nicht mit­re­den (sonst gibt es nur Ärger).

 


 

Es ist nicht ein­fach das Ein­fa­che zu den­ken, dies hat Alt­bun­des­rat Ogi am 16.Okt.2010 in einem Inter­view im Bie­ler Tag­blatt erklärt:   .…

«BT: Wie muss man sich den Moment vor­stel­len, als Sie diese <NEAT>Entscheidung getrof­fen haben?

Adolf Ogi: Es brauchte damals viel Mut, um die­sen Ent­scheid zu fäl­len. In mei­nem Depar­te­ment türm­ten sich Akten­ord­ner vol­ler Exper­ti­sen, Berech­nun­gen und Vor­schläge bis unter die Decke. Was sollte ich tun? Ich ver­suchte, für einen Moment alles zu ver­ges­sen. Dann nahm ich eine Schwei­zer Karte aus der Schub­lade und zog einen gera­den Strich von Alt­dorf nach Biasca. Als Zwei­tes einen etwas kür­ze­ren Strich von Fru­ti­gen in den Raum Visp. Zuge­ge­ben, der zweite Strich brauchte noch mehr Mut als der erste.»