WAS TUN?

WAS TUN? 

 

VIER STOSS­RICH­TUN­GEN

Der A5-Ost­ast ist eröff­net, in den kom­men­den Wochen und Mona­ten wer­den auch die Mass­nah­men zur Ver­kehrs­steue­rung umge­setzt. – Wäh­rend sich die zustän­di­gen Behör­den nun mit den all­seits erwar­te­ten Stau­si­tua­tio­nen und deren Um- und Ablei­tungs­sze­na­rien her­um­schla­gen, gilt es, vor­aus zu den­ken.

Und zwar intel­li­gent, demo­kra­tisch und inno­va­tiv – auf dass uns ein wei­te­res Chaos infolge Bau und Eröff­nung einer neuen unnö­ti­gen Auto­bahn (A5-West­ast) – dies­mal mit­ten durch die Stadt – erspart bleibt.

Die Behaup­tung, nur das sich gegen­wär­tig im Ein­spra­che­ver­fah­ren befind­li­che Pro­jekt komme für die Rea­li­sie­rung in Frage, ist schlicht falsch. Denn es gibt sehr wohl ver­schie­denste Mög­lich­kei­ten, wie die Ver­kehrs­pro­bleme der Stadt und Region Biel/Nidau ange­gan­gen wer­den kön­nen. Die Dro­hung, für neue Vari­an­ten und grund­le­gende Ver­bes­se­run­gen sei es zu spät, hat man frü­her schon gehört. Sie ist genauso hohl wie dumm.

Auf dem Tisch liegt bekannt­lich eine Anzahl von Vari­an­ten mit unter­schied­li­chen Ansät­zen und pro­gnos­ti­zier­ten Wir­kun­gen. Seit dem fata­len Ent­scheid der Arbeits­gruppe Stöckli im Jahr 2010, hat sich die jedoch Poli­tik gewei­gert, über Alter­na­ti­ven zu dis­ku­tie­ren.

Erst in den letz­ten Wochen sind die Ver­ant­wort­li­chen bei der Stadt und beim Kan­ton von die­ser Hal­tung abge­wi­chen – und haben – nicht ganz frei­wil­lig – Dis­kus­si­ons­be­reit­schaft signa­li­siert.

Diese Situa­tion sollte genutzt wer­den. Nicht für eine erneute Ent­we­der-Oder-Lösung. Son­dern dafür, dass die ver­schie­de­nen Vari­an­ten, die in den letz­ten Jah­ren von diver­sen enga­gier­ten Fach­leu­ten ent­wor­fen wur­den, end­lich genauer ange­schaut und gegen­ein­an­der abge­wo­gen wer­den. Dabei gilt es auch zu berück­sich­ti­gen, dass Ver­kehrs­pla­nung gross­räu­mig ange­gan­gen wer­den muss und nicht an den Stadt­gren­zen von Biel und Nidau halt­ma­chen darf.

Es braucht jetzt einen demo­kra­ti­schen, par­ti­zi­pa­ti­ven Pro­zess, der die­sen Namen ver­dient. Mit einer unab­hän­gi­gen, neu­tra­len Mode­ra­tion.

Genau genom­men sind es vier Stoss­rich­tun­gen, die auf dem Tisch lie­gen:

  1. Das Aus­füh­rungs­pro­jekt «A5-West­um­fah­rung Biel» mit den bei­den inner­städ­ti­schen Anschlüs­sen und vier­spu­ri­ger, offe­ner Ver­kehrs­füh­rung durchs Stadt­zen­trum. Die Fort­set­zung Rich­tung Bern (T6) sowie Rich­tung Neu­en­burg (A5) bleibt zwei­spu­rig.
  2. A5-West­ast – ohne inner­städ­ti­sche Auto­bahn­an­schlüsse – als durch­ge­hen­der Tun­nel im Gegen­ver­kehr, vom Brügg­moos bis Vin­g­elz.
  3. Kleine See­land­tan­gente: Ver­la­ge­rung der Haupt­achse Ost-West vom Bie­ler­see-Nord­ufer durchs Grosse Moos. Aus­bau der Ver­bin­dungs­stre­cke nach Thielle. Rück­bau der A5 am Bie­ler­see-Nord­ufer zwi­schen Thielle Biel/Kreisel Strand­bo­den, mit Fahr­ver­bot für Tran­sit­schwer­ver­kehr. LKWs über 7.5 t nur für die Lokal­ver­sor­gung zuge­las­sen.
  4. Len­ken statt aus­bauen: Gezielte Mass­nah­men zur Steue­rung des Ver­kehrs. Ein­rich­tung eines zukunfts­fä­hi­gen Ver­kehrs­re­gimes ohne Kapa­zi­täts­aus­bau.

Auf­grund der zahl- und umfang­rei­chen Ein­spra­chen rech­net man beim UVEK mit min­des­tens fünf Jah­ren, bis der Ent­scheid zum aktu­el­len Aus­füh­rungs­pro­jekt gefällt wer­den kann. Bis das Ganze juris­tisch abschlies­send behan­delt und bau­reif ist, könnte gar noch wesent­lich mehr Zeit ver­strei­chen.

Auch die Gemein­den Nidau und Biel haben umfang­rei­che Ein­spra­chen ein­ge­reicht. Dies zeigt: Das vor­lie­gende Pro­jekt befrie­digt eigent­lich nie­man­den. Ange­zeigt und ehr­li­cher wäre in die­ser Situa­tion eigent­lich Übungs­ab­bruch. Damit würde der Weg defi­ni­tiv frei für den oben skiz­zier­ten par­ti­zi­pa­ti­ven Pro­zess.

 

Wei­tere Posts zum Thema:

BIEL HAT VARI­AN­TEN – Inter­view mit Kurt Roh­ner, mit zwei Vor­schlä­gen

ZEIT FÜR EINEN RUN­DEN TISCH – Über­sicht über alter­na­tive Lösungs­an­sätze

ÜBER DAS EIGENE GÄRTLI HIN­AUS DEN­KEN - es geht um mehr, als um die Anschlüsse in Biel…

 

 


 

KOM­MEN­TIE­REN, Z.B. IM BIE­LER TAG­BLATT:

 

 


 

 Die Pla­kate spries­sen!
Es wer­den immer mehr…

 

Wer hat noch keins? Wer will noch eins, zwei oder drei?

In leuch­ten­den Far­ben, klar und deut­lich sowie wet­ter­fest – und wenn der West­ast der­einst gebo­digt ist, kann man aus den Bla­chen schöne Taschen fer­ti­gen!

Grösse: 50x80 cm

Preis: CHF 30.–

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Kiosk und Teeroom Gurn­igel 

an der Gurn­igel­strasse 21 

 

 

Tavo­lata auf der West­ast-Auto­bahn­schneise

 

Was die Ita­los kön­nen, kön­nen die Bie­ler und Bie­le­rin­nen noch lange.

Der Som­mer kommt. Und wir machen eine Tavo­lata. In einer lau­schi­gen August­nacht.
Unter freiem Him­mel. Essen, trin­ken, fei­ern statt Auto­bahn­krach.

Ein Tisch, so lang wie eine Auto­bahn­schneise. 

Nicht irgendwo, son­dern auf dem Gelände der irr­wit­zi­gen Papier­ti­ger-Auto­bahn­schneise Bienne-Centre. 

Biel kann’s. Biel macht’s. Biel bringt’s. See you soon!

 


 

Und jetzt?  Wer tut etwas?

Seit dem 1.1.2016 hat der Bun­des­rat die Kom­pe­tenz, eine Auto­bahn abzu­klas­sie­ren und dem­nach abzu­än­dern und zu ver­bes­sern. Das macht er aber nicht von sich aus, son­dern nur auf poli­ti­schen Druck der betrof­fe­nen Bevöl­ke­rung. Stadt­au­to­bahn­prä­si­dent Erich Fehr und Auto­bahn-Stän­de­rat Hans Stöckli haben seit­her nichts, aber auch gar nichts unter­nom­men, um beim Bun­des­rat eine stadt­ver­träg­li­che Lösung in diese Rich­tung zu for­dern.

Jetzt muss das Bie­ler Volk aktiv wer­den und die Sache in die eige­nen Hände neh­men.