AKTIONEN

 

 

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STOPP WESTAST – ÜBERALL

 

 


 

 

 

PROTEST GEGEN
DIE WESTAST-AUTOBAHN

 

Das Gefühl, jemand beobachtet dich. Ein Augenpaar folgt dir, wie du auf der Neuenburgstrasse stadtauswärts radelst. Gesichter lachen dich an, auf dem Weg durchs Pasquart in die Stadt. Blicke von allen Seiten, beim Überqueren des Krautkuchen-Parkplatzes…

Plötzlich waren sie da, die Baum-Kobolde in der Seevorstadt. Unerwartet, ungerufen. Wie aus dem Nichts. Seit Ende Juli beobachten sie das Treiben der Menschen. Und erinnern uns daran, dass Bäume genauso lebendige Wesen sind wie unsereins. 

alle Fotos: © Rosanna Brombacher

 

Die Kobolde haben sich ihre Bäume gezielt ausgewählt. Jeder Baum, der uns mit einem nachdenklichen, fröhlichen, übermütigen, verschmitzten, traurigen, frechen, geheimnisvollen Baumgesicht anschaut, ist bedroht. Vom A5-Westast, dem man bekanntlich – falls er tatsächlich gebaut würde – über 745 Stadtbäume opfern würde.

Gut zwei Jahre ist es her, dass AktivistInnen all diese Bäume in Nidau und Biel mit Plakaten markiert hatten, um die Bevölkerung auf den drohenden Kahlschlag aufmerksam zu machen. Diese Aktion hat damals auch Rosanna Brombacher bewegt. Und nicht mehr losgelassen.

Die junge Musiklehrerin hat damals in Biel Rhythmik studiert – und ihr Herz an die Stadt verloren.  Die Westastopposition sei eine wichtige Bewegung, sagt sie. Biel habe eine bessere Zukunft verdient, die nicht durch Westastbaustellen und die Autobahn zerstört werden dürfe. Sie sei froh, um den Widerstand gegen das Projekt.  «Im Moment ist es allerdings still geworden, um den Westast – wahrscheinlich, weil jetzt am Runden Tisch verhandelt wird», vermutet die Wahlbielerin. Und ergänzt: «Obschon diese Verhandlungen gut und wichtig sind, ist es schade, dass es für die breite Bevölkerung den Anschein macht, als ob die Westast-Thematik eingeschlafen sei.»

Rosanna Brombacher ist eine Frau der leisen Töne. So suchte sie nach eigenen Wegen, um den bedrohten Bäumen erneut die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken.  «Eines Tages, als ich mit dem Fahrrad der Allee von Vingelz Richtung Biel entlang flitzte, kam die Idee, diesen Bäumen Gesichter zu geben», erinnert sie sich. 

Fest stand für sie auch: Es werden Gesichter aus Lehm. Weil sich das Material wunderbar für die künstlerische Gestaltung eignet. Aber auch, weil es die Bäume nicht verletzt, aus der Region stammt und vollständig biologisch abbaubar ist.

FreundInnen gefiel die Idee. So machten sich an einem Nachmittag in den Sommerferien rund ein Dutzend AktivistInnen an die Arbeit. Mit viel Hingabe hätten sie die Gesichter gestaltet, manche seien gar bis in den Abend hinein geblieben. Solange, bis die Lehmkübel alle leer waren, erzählt Rosanna Brombacher.

Mit der Zeit werden Wind und Regen dafür sorgen, dass die Baumgesichter nach und nach verwittern und verschwinden. Anders als die Bäume – dies die Hoffnung und letztendlich das Ziel dieser Aktion.

Aktuell zeigen die Bäume aber noch ihre Gesichter! – Deshalb die Empfehlung für all jene, die noch nie einem Baumkobold begegnet sind und die Blicke der Baumgeister nicht scheuen: Ein Spaziergang entlang der Neuenburgstrasse, durch die Seevorstadt und über den Krautkuchenparkplatz lohnt sich…

Weitere Bilder und ein Kurzbericht über die Aktion von Rosanna Brombacher unter: www.vision2035.ch

 

 


 

 

 

BIEL WAR WIEDER LAUT!

 

Anlässlich der Medienpräsentation protestierten rund 350 Menschen lautstark vor dem Eingang des Kongresshauses gegen den einseitigen «Vergleich» zugunsten des Ausführungsprojekts für den A5-Westast durch Biel.

Immerhin: Am Schluss der Veranstaltung zeigte sich Regierungsrat Christoph Neuhaus gesprächsbereit – und stellte sich der Diskussion mit den besorgten Bürgerinnen und Bürgern. Es bleibt zu hoffen, dass dies ein erster Schritt war – und das Ganze nicht als Alibiübung versandet…

 

klick den Film!      CONCERTO FÜR REGIERUNGSRAT NEUHAUS

 

 


 

DIE PROTESTSONGS
GEGEN DAS AUTOBAHNPROJEKT

Zwei Songs, eine Message: Vor einer Woche die Uraufführung an der  TAVOLATA STOPP WESTAST – und nun auch zum Nachhören und Mitsingen: Jetzt hat die Widerstandsbewegung gegen die Westastautobahn auch zwei Protestlieder!

Los Hermanos Perdidos kleideten mit ihrem neuen Song «Keni Autos ir Stadt» den Protest gegen die Dominanz des motorisierten Verkehrs in mitreissende Musik. Und Studeyeah präsentierten mit «Westast so nicht – Nullvariante» ihren Protestsong.

 

 


 

 

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KAHLSCHLAG UNTER DER PLATANE
ODER
ORDNUNG MUSS SEIN

 

In den letzten Monaten entwickelte sich am Gurnigelkreisel – «hinter den sieben Gleisen» – eine bunte Blumenpracht. An diesem geschichtsträchtigen Ort, an der Grenze zwischen Nidau und Biel, erblühte um den einst kahlen, hässlichen Schlachthaus-Parkplatz ein kleiner, feiner Urban Garden.

Hummeln und Bienen summten um die Wette. Eine lebendige Insel, inmitten des Stadtverkehrs. Ein Kleinod, genau dort, wo die Westastautobahnplaner das Tunnelportal der Autobahnein- und Ausfahrt «Biel Centre» vorgesehen haben.

Bereits im Frühjahr, als die jungen Blätter der mächtigen Platane noch keinen Schatten spendeten, bildete sich zwischen Trottoir und Parkplatz ein samtener Teppich aus verheissungsvollem Grün. Sogar aus den Ritzen entlang der Mauern spross frisches Leben. Rot leuchteten die Tulpen…

Ein Garten, angelegt von unbekannten Geistern, erstmals gepflanzt anlässlich der Tavolata im August 2018. Um der von Autobahnlobbyisten als «Unort» verschrienen Ecke ein freundlicheres Gesicht zu geben. Engagierte GärtnerInnen haben damals gegraben, gehäckelt, gesät und gepflanzt. Und seither die Pflanzen gehegt, gepflegt und gegossen. Eine rüstige Rentnerin war regelmässig mit der Spritzkanne zum Gurnigel Urban Garden  unterwegs.

Bereits nach wenigen Tagen dann ein erstes Massaker: Was hoffnungsvoll gepflanzt worden war, wurde ratsch-ratsch weggemäht. Von einem Mitarbeiter der Stiftung Contact, die im Auftrag der Stadt für die Sauberkeit des Parkplatzes verantwortlich ist.

Die GärtnerInnen suchten damals das Gespräch mit Stadt und Stiftung. Man kam überein, dass das Urban Gardening eigentlich niemanden störe. Im Gegenteil: Dass solche Aktionen positiv und erfreulich seien.

Umso grösser die Konsternation Anfang dieser Woche. Die Nachbarin, welche die Blumen bei Trockenheit und Hitze giesst, begegnet eines Morgens erneut einem Sensenmann. Die Hälfte der Blumen ist bereits umgemäht…

URBAN GARDEN 3 – WEGRASIERT

Sie versucht, ihn von seiner weiteren Zerstörungsarbeit abzuhalten – vergeblich. Nur gerade die Pflanzen, die im abgesteckten Beet am Platanenstamm wachsen, lässt er stehen.

«Er sagte mir, es tue ihm im Herzen weh – aber er müsse seinen Auftrag erfüllen, sonst verliere er seinen Job», berichtet die Nachbarin. Geschockt zückt sie ihr Handy und fotografiert, was soeben noch gelebt, geblüht und erfreut hat. 

URBAN GARDEN 4 – KAPUTT

«Ich bin wütend und traurig», sagt sie. Doch ein kleiner Trost, eine Hoffnung bleibt: «Er hat die schönen gelben Ringelblumen, den Mohn und all die anderen Pflanzen mit einer Sense abgemäht. Die Wurzeln sind noch in der Erde…»

Unverständlich und unverzeihlich: Ein unscheinbares kleines Stück Stadt, von Freiwilligen gehegt und gepflegt, wird mit Steuergeldern mutwillig zerstört. Grundlos, aus einem Ordnungs- und Sauberkeitswahn.

Hat man in Biel immer noch nicht erkannt, welchen Wert die Natur in der Stadt hat? Ein Blick nach Zürich würde die Stadtoberen eines Besseren belehren: Hier grünt und blüht es wild.

URBAN GARDEN 5 – ZÜRICH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Malven bis 2 Meter hoch, Wiesensalbei, Mohn und Nesseln in voller Grösse und Blütenpracht. Auf allen möglichen Freiflächen den Trottoirs entlang. Zur Freude von BewohnerInnen, PassantInnen, Hummeln und Bienen.

Grün Stadt Zürich (das städtische Gartenbauamt) lässt auch Private gewähren, sogar sogenannte GuerillagärtnerInnen. Und das in der spröden Zwinglistadt.

 

URBAN GARDEN 6 – ZÜRICH

Aber vielleicht will man das alles gar nicht, in Biel. Vielleicht gehört ja gar zur politischen Schlaumeier-Taktik der Behörden, dass ein zum «Unort» deklarierter Ort ein «Unort» bleiben muss? Damit sie ein einfacheres Spiel haben, wenn das Stadtzerstörungsprojekt A5-Westast schliesslich doch noch in die Tat umgesetzt werden soll?

 

 


 

DIE
RÜCKEROBERUNG
DES ÖFFENTLICHEN
RAUMS

 

Bunte Fahnen im Wind, fröhliche Farbtupfer auf dem grauen Asphalt. Wo sonst parkierte Autos den Strassenrand versperren, leuchten pinke und signalgelbe Teppiche. Tische, Stühle – ja, sogar Liegestühle laden zum Verweilen. Ganz ohne Konsumzwang.

Bei schönem Wetter nutzen Menschen jeden Alters und unterschiedlichster Herkunft das Angebot. Die Strassenränder, und am Unteren Quai auch ein kurzer verkehrsbefreiter Strassenabschnitt, erwachen zum Leben: Kinder spielen, Hunde tollen herum. Jemand hat seinen Laptop mitgebracht und sich ein temporäres Freiluftbüro eingerichtet. Ein verliebtes Paar am Schäkern, zwei Freundinnen treffen sich auf einen Schwatz – SchülerInnen zum gemeinsamen Picknick und Lernen.

Das Projekt «Sommerinseln» in der Bieler Innenstadt zeigt, was man eigentlich schon lange weiss: Der öffentliche Raum lädt zum Verweilen und ermöglicht Begegnungen, die für den Zusammenhalt, das Zusammenleben einer Gesellschaft so wichtig sind. – Allerdings können Strassen und Plätze diese Funktion nur erfüllen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Die «Sommerinseln» dienen als Testlabor für die künftige Aufwertung der Stadt als Begegnungsort. Natürlich ruft das auch KritikerInnen auf den Plan. Allen voran mäkelt TCS-Sektionspräsident und FDP-Stadtrat Peter Bohnenblust am zeitlich auf wenige Wochen beschränkten Experiment herum. Er und ein paar weitere Ewiggestrige wollen nicht wahrhaben, dass auch in Biel Modernisierung und Stadtentwicklung nicht länger bedeutet, dass der motorisierte Verkehr immer und überall Vortritt hat.

Die Rechnung ist nämlich schnell gemacht und leuchtet ein: Je weniger Autos in einer Stadt, desto mehr Raum gibt es für Begegnungen, Kreativität – Leben. Wo hingegen Motorfahrzeuge vorbeidonnern, Lastwagen manövrieren und parkierte Autos die Plätze verstellen, bleibt niemand freiwillig länger als nötig.

Nur selten wird den Menschen bewusst, wieviel öffentlicher Raum dem motorisierten Verkehr geopfert wird und wie sehr der motorisierte Verkehr die Atmosphäre, ihren Lebensraum prägt und beherrscht. Wer nichts anderes kennt, nimmt den Lärm, die Gefahr, die Verschandelung meist klaglos in Kauf.

Mittlerweile gibt es allerdings unzählige Beispiele, die zeigen, wieviel Lebensqualität zu gewinnen ist, wo Menschen ihre Dörfer, Quartiere und Plätze zurückerobern. Die Bieler Sommerinseln sind ein Schritt in diese Richtung und zeigen, dass solche Angebote im öffentlichen Raum von StadtbewohnerInnen und PassantInnen rege genutzt werden und ein Gewinn sind, für die Ambiance in der Stadt.

Vor einem Jahr genossen sogar die BewohnerInnen des Mühlefeld- und Gurnigelquartiers die Qualitäten des öffentlichen Raums in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Ganz ohne Gefahr und Motorenlärm:  Für die Dauer eines Sonntagsbrunchs waren damals die Aebi- und die Gurnigelstrasse am Gurnigelkreisel für den motorisierten Verkehr gesperrt.

Gross und Klein traf sich zur Tavolata mitten auf der Strasse – genau dort, wo dereinst zahlreiche Häuser der A5-Westastautobahn weichen müssten. Die Tatsache, dass der Autobahnanschluss Bienne Centre mit der offenen Autobahnschneise das beliebte Wohnquartier für immer verunstalten, verpesten und verlärmen würde, stört Westast-Befürworter Bohnenblust hingegen nicht – im Gegensatz zu den temporär angelegten Sommerinseln… 

Das Tavolata-Fest war viel mehr, als eine simple Protest-Aktion gegen den Bau der Westast-Autobahn. Es zeigte, was im öffentlichen Raum alles möglich wird – sobald er vom motorisierten Verkehr befreit ist:

QuartierbewohnerInnen kamen miteinander ins Gespräch, langjährige NachbarInnen lernten sich endlich kennen – auf der Strasse wurde Fussball gespielt, am Kreisel gab es Konzerte, eine Gruppe von GärtnerInnen verschönerte den Parkplatz…

«Ich habe diesen tollen Raum bisher gar nie wahrgenommen – erst heute, ohne Verkehr wird mir bewusst, in welch schönem Quartier wir leben, mit was für tollen Leuten», kommentierte eine Besucherin fast ein wenig wehmütig, als die Tische weggeräumt werden musste, um die Strasse wieder dem Verkehr zu überlassen.

Die Gurnigel- und Aebistrasse dauerhaft ganz ohne motorisierten Verkehr – das wird wohl (zumindest vorläufig) ein Traum bleiben. Trotzdem gilt auch für diesen Teil der Stadt: Der Autoverkehr darf nicht zunehmen – weder ober- noch unterirdisch. Und es dürfen ihm keine weiteren Flächen geopfert werden!

Auf dass das Sommerinsel-Gefühl sich dauerhaft immer weiter über die ganze Stadt, die ganze Region verbreiten kann… 

 


 

An der Bieler Fasnacht: 

 

 © swissphotowilhelm

 


 

3. November 2018:  

h4>BIEL GEWINNT!
A5-WESTAST AUF DER
VERLIERERSTRASSE

 

Das Video zur Demo… 

HIER KLICKEN

 


 

DER WIDERSTAND WÄCHST – UNAUFHALTSAM

 

«STOP WESTAST» – «AXE OUEST – C’EST LA PESTE» – «AUTOBAHN NO PASARAN». Die Botschaft war deutlich: Die Menschen, die am 3. November in Biel auf die Strasse gingen, wollen keine Autobahn im Zentrum der Stadt! Und es waren viele – deutlich mehr noch als im September 2017 an der ersten Demo «Biel wird laut» – diesmal sind es laut SRF Tagesschau oder TeleBärn gegen 5000 gewesen.

Und wichtig: Es war ein Querschnitt der gesamten Bevölkerung vertreten: Jung und Alt, Familien mit Kindern, Gruppen von Jugendlichen aus Biel und der Umgebung. Sogar ein paar UnterstützerInnen, die von St. Gallen, Zürich, Luzern oder Bern angereist waren. Ein Demonstrant trug gar ein Schild mit der Aufschrift «BERN gegen den Westast» mit sich…

Auch wenn einige Medien jetzt verbreiten, dass die Westast-GegnerInnen, die gestern auf die Strasse gingen, anstelle des Ausführungsprojekts mit den innerstädtischen Anschlüssen einen durchgehenden Westast-Tunnel wollten – an der Demo selber war davon keine Rede! Ein Beobachter stellte fest: «Niemand hat für den ‚WESTAST so besser‘ geworben!» In Biel ist man längst einen Schritt weiter: Westast STOPP heisst die Devise, und ALLE Varianten auf den Tisch – auch eine Nullvariante.

Es gibt innovativere, kostengünstigere und vor allem zielführendere Lösungen als den Bau von Autobahnen durch die Stadt oder unter der Stadt hindurch. «Mehr Beton oder mehr Grün?» stand auf einem Transparent. Seine Trägerin führte einen Strauss Schilfhalme mit – eines von vielen feinen aber klaren Voten im lauten Spektakel gegen den Westast.

Ivo Thalmann wies als Sprechers des Komitees «Westast so nicht!» unter lautem Applaus der Anwesenden darauf hin, dass es sich beim vorliegenden Autobahnprojekt um eine längst überholte Planung «aus den 1950er Jahren» handle. Er forderte den Abbruch des Monsterprojekts, das «von alten Männern erarbeitet und beschlossen wurde. Die Planung der Zukunft, sagte er, gehöre in die Hände der Jungen. Und die hätten andere Ideen. Erneut ein Riesenapplaus.

Weitere Eindrücke, hier klicken:

LEO’S DEMOGALERIE

 

 


 

STAUPROGNOSE
FÜR BIEL / BIENNE:

KEIN NENNENSWERTER STAU
BIS AM 3.11.18

 

 

BIEL WIRD WIEDER LAUT

 

Seit Donnerstag, 20. September macht die Nachricht in den sozialen Medien die Runde: Spätestens am 3. November wird es in Biel wieder richtig laut. Unter dem Motto «Keine Autobahnanschlüsse im Stadtzentrum» ruft der Verein «Biel wird laut» erneut zu einer Demo, um der Forderung nach dem Verzicht auf das aktuelle Westast-Ausführungsprojekt Gehör zu verschaffen.

Eine Forderung, die von immer mehr Menschen in der Region Biel bereits heute lautstark  und mit stichhaltigen Argumenten unterstützt wird. Seit der Veröffentlichung des einseitigen und rudimentären «Faktenchecks» zwischen den beiden Westastprojekten, ist die kantonale Autobahnplanung immer stärker unter Beschuss geraten. Es kam zu teilweise hitzigen Gesprächen, die Medien haben berichtet, Leserbriefe wurden verfasst, in den sozialen Medien wurde diskutiert.

Nur einer schweigt beharrlich: Der Bieler Stadtpräsident und seine GemeinderatskollegInnen geben sich weiterhin bedeckt. Seit Tagen sind sie auf Tauchstation. Dabei möchte man gerne wissen: Wie haben sie anlässlich ihres Gesprächs mit Baudirektor Neuhaus die Interessen ihrer BürgerInnen vertreten? Wie stellen sie sich zum Vergleich? Und zur Forderung nach einem Verzicht auf die beiden stadtzerstörerischen Anschlüsse?

Die Bevölkerung von Biel hat ein Anrecht auf eine Antwort. Nicht erst im November! Herr Fehr, Sie wurden in den letzten Tagen vielfach aufgefordert, Stellung zu beziehen. Wann hören wir von Ihnen? – Die grosse Frage, die man sich heute in Biel stellt: Werden Sie am 3. November mit ihren WählerInnen durch die Stadt ziehen und einen Verzicht auf innerstädtische Autobahnanschlüsse fordern – oder immer noch schweigen?

 

 


 

  31.08. 2018:  

Regierungsrat Christoph Neuhaus im Dialog mit Bielerinnen und Bielern

klick den Film!      CONCERTO FÜR REGIERUNGSRAT NEUHAUS


 

 

19.08.2018:

 

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Version F

 

DIE TAVOLATA

EIN ZAUBER LAG ÜBER DEM QUARTIER…

 

Schon am frühen Morgen geht’s los – die Aebistrasse wird vom Verkehr befreit, auf der Gurnigelstrasse wird aufgedeckt…

© Bilder Stefan Hofmann, Anita Vozza, Samuel Tuor – Gruppe B5

 

Schnell füllen sich die Bänke

 

GärtnerInnen verwandeln
den Parkplatz unter der Platane in einen Urban Garden

Los Hermanos Perdidos, Christoph Borer und Studeyeah
verzaubern das Quartier, das dem Westast zum Opfer fallen soll…

Endlich einmal Schutte uf der Aebi-Stross!

 

Auch die Medien waren vor Ort

 

Bieler Tagblatt und Journal du Jura

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RTS Radio:

 

 

 

 


 

 17.05.2018: 

 

 

 

 

 


 

 28.10. 2017: 

 

Tag der offenen Tür im Maschinenmuseum Centre Müller 

DIE SCHÖNEN SEITEN VON BIEL

 

Feine Drehorgelklänge am Samstagmorgen im Wydenauquartier: Peter X. Bürgisser macht mit seinem nostalgischen Instrument den passenden Auftakt zum Tag der offenen Tür im Maschinenmuseum Centre Müller. Er ist extra aus Kaiseraugst angereist, um seinen Beitrag zum Erhalt des Museums zu leisten. Kaum öffneten sich die Türen des  Museums um 10 Uhr, trafen auch schon die ersten BesucherInnen ein. Das Interesse und die Faszination der alten, oft tonnenschweren Maschinen lockten im Lauf des Tages Hunderte.

Die fachkundigen Museumsführer – alles Angestellte der Muller Machines SA – wussten unzählige spannende Geschichten zu den kostbaren Einzelstücken zu erzählen. Der Einblick in die Anfänge der Industrialisierung beeindruckt auch heute noch Gross und Klein. «Diese alten Maschinen sind echte Kunstwerke», bemerkte eine begeisterte Besucherin.

 

DIE FIRMA UND IHR MUSEUM

Dass die historischen Maschinen überhaupt noch existieren, ist der Weitsicht der Familie Müller zu verdanken. Vor vollem Saal fasste der heutige CEO Michel Müller die Geschichte des Unternehmens, die eng mit derjenigen des Museums verknüpft ist, zusammen

Angefangen hatte alles 1917, als Charles Müller, der Grossvater von Michel Müller, seine erste Maschine kaufte. Das Besondere: Es handelte sich um eine Occasion-Maschine… Bald zeigte sich, dass ihn sein Gespür nicht getäuscht hatte: Die Geschäfte liefen gut, der Handel mit Occasion-Maschinen war ein Erfolg.

Als die Räumlichkeiten in Bévilard für das Unternehmen zu klein wurden, zogen Muller Machines 1929 nach Biel. Nach dem Tod des Firmengründers führten dessen Söhne Felix und Serge 1942 das Unternehmen in eine neue Epoche und gründeten eine AG. 1966 wurde in Brügg ein Erweiterungsbau erstellt, 1982 beschloss die Firmenleitung einen weiteren Bau sowie den Umzug des Firmensitzes nach Brügg. Heute gehört Muller Machines SA zu den weltweit führenden Händlern von Werkzeugmaschinen. Die Firma hat sich auf den schlüsselfertigen Verkauf von hochpräzisen Werkzeugmaschinen spezialisiert. Auf 15’000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentiert sie heute in Brügg rund 3000 Maschinen, die zum Verkauf stehen.

Schon vor 70 Jahren hätten sein Vater und sein Onkel veraltete mechanische Maschinen, die nicht mehr zum Verkauf standen, vor dem Verschrotten gerettet, um diese Kleinode der ersten Generation von Industriemaschinen der Nachwelt zu erhalten, erzählte Michel Müller. Damals kamen viele Occasion-Maschinen aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts auf den Markt, weil die Firmen von den mit Transmissionsriemen angetriebenen Maschinen auf neue, mit Einzelmotoren betriebene Maschinen umrüsteten. 

Den lange gehegten Traum vom Museum verwirklichten die Müllers schliesslich im Vorfeld der Expo 02: Die Muller Machines SA liess ihre Liegenschaft im Wydenauquartier zu einem modernen Ausstellungsgebäude umbauen. Damals hätten ihnen die Behörden versichert, dass der Museumsstandort vom A5-Westast nicht tangiert werde, sagte Michel Müller und schloss seine Ausführungen mit den Worten: «Dass nun das Museum nicht einmal der Autobahn selber, sondern einzig und allein der Baustelle geopfert werden soll, kann ich schlicht nicht glauben!»

 

VERÄNDERUNGEN

Die Bieler Historikerin Margrit Wick nahm das Publikum mit auf eine Zeitreise. Anhand von Karten und Bildern aus den Anfängen des 19. Jahrhunderts bis heute zeigte sie, welche Veränderungen Biel und insbesondere das Seequartier in dieser Zeitspanne durchlaufen hat.

Bis zur Juragewässerkorrektion war das Seeufer regelmässig überschwemmt. Die Entwicklung der Stadt Biel Richtung See begann erst Mitte des 19. Jahrhunderts und verlief während langer Zeit in kleinen Schritten. Eine Beschleunigung erfolgte mit dem Bau der ersten Bahnlinie nach Biel, die 1857 eröffnet wurde und am Zentralplatz endete. Von dort gab es eine Verbindung zum See, wo die Reisenden Richtung Neuenstadt und Neuenburg aufs Schiff umgestiegen sind. 1860 wurde dann die Bahnlinie Biel-Neuenburg, entlang dem linken Bielerseeufer, eingeweiht. Damals verlief das Bahntrasse jedoch noch ebenerdig. Der Damm, der heute das Seequartier vom Rest der Stadt trennt, wurde erst später aufgeschüttet: Mit der Bahnverbindung in den Jura und in der Folge mit dem Bau des neuen Bieler Bahnhofs.

Das zusätzliche Land am See, das man dank Juragewässerkorrektion und Aufschüttungen dazugewonnen hatte, nutzte man bis weit ins 20. Jahrhundert vor allem für Gewerbe und Industrie. Zum Beispiel befand sich dort, wo heute die Überbauung Agglolac geplant ist, das riesige Holzlager einer Sägerei. Die Liegenschaft, wo heute das Maschinenmuseum Centre Müller untergebracht ist, war ursprünglich eine Giesserei, die zwischen 1901 und 1905 gebaut wurde.

Margrit Wick erinnerte auch daran, dass die Seeufer erst mit der Entwicklung unserer Wohlstands- und Freizeitgesellschaft jene Bedeutung erlangten, die wir ihnen heute beimessen. Früher, als die Leute noch sechs Tage die Woche und zehn Stunden am Tag arbeiteten, hätte niemand Zeit und Musse gehabt, am Nachmittag, nach der Arbeit und bis in die Nacht hinein das Strandbad zu geniessen. – Immerhin, der Strandboden wurde schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Park angelegt, und später mehrmals umgestaltet.

Trotzdem: Das Seequartier galt lange als Industrie- und Gewerbequartier. Möglicherweise sei man bei der ursprünglichen Planung des A5-Westasts davon ausgegangen, dass hier dereinst bloss Industriebrachen tangiert würden, gab Margrit Wick zu bedenken. Dass sich nicht nur die Verhältnisse, sondern auch die Sicht auf die Dinge im Lauf der Zeit stark verändert haben, zeigte ihr letztes Bild von der Expo 2002, wo das Seebecken als Freizeitlandschaft zelebriert wurde…

 

VERBORGENE SCHÄTZE

Was sich in der Stadt Biel hinter so mancher Tür, im Treppenhaus an Kunst verbirgt, ahnen die wenigsten Bielerinnen und Bieler. Denkmalpfleger Rolf Weber wies eingangs seines Referats darauf hin, dass das Treppenhaus eigentlich die Visitenkarte eines jeden Hauses ist.

Dem trugen Bauherren in früheren Jahren Rechnung: Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein wurden Treppenhäuser kunstvoll gestaltet, die Wände oft bemalt. Vieles davon ist in Biel erhalten geblieben – nicht zuletzt, weil es ab Mitte des 20. Jahrhunderts in der Stadt Biel an Geld für Erneuerung in grossem Stil fehlte. Ein Glück: Was in anderen Städten unwiederbringlich verloren ging, findet man heute in Biel noch. Die Stadt gilt unter Fachleuten als die «Hauptstadt der bemalten Treppenhäuser».

Auf dem virtuellen Rundgang, den Rolf Weber den Gästen im Centre Müller präsentierte, fieberte man richtig mit: Der Denkmalpfleger öffnete Tür um Tür, die normalerweise neugierigen Augen verschlossen bleiben. Zum Vorschein traten ungeahnte Schätze, viele davon wurden erst in den letzten Jahren neu entdeckt.

Insbesondere seit der Expo 02, wurden viele der alten Liegenschaften, die während Jahrzehnten vernachlässigt worden waren, sorgfältig renoviert und soweit möglich und sinnvoll wieder in den Originalzustand versetzt. «Die heutige Generation schätzt den Sinn für das Schöne aus der alten Zeit», freute sich Rolf Weber und schloss seine bunte Präsentation mit dem Aufruf: «Biel ist eine wunderschöne Stadt – wir müssen ihr Sorge tragen!»

 

MUSIK, RACLETTE UND UNTERSCHRIFTEN

Als Dessert hatte der Denkmalpfleger dann noch eine weitere Entdeckung bereit: Der 1938 entstandene Dokfilm über den Bau des Olympiahauses an der Murtenstrasse ist gleichzeitig ein historisches Dokument und eine filmische Perle.

Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte Zimi’s Hot Swing Trio. Die vier Musiker (ja, sie waren zu viert!) waren extra aus Bern angereist, um den Überlebenskampf des Museums zu unterstützen. Mit ihrem schwungvollen French Jazz sorgten sie für musikalische Höhepunkte und fröhliche, unbeschwerte Stimmung.

Trotzdem: Beim anschliessenden Apéro, beim Raclette im Zelt und am Informationsstand im Eingang war natürlich die Bedrohung des Museums durch die Autobahnpläne Thema Nummer eins. Die Tatsache, dass die weitere Existenz des Museums an seinem jetzigen, idealen Standort (in fünf Minuten Gehdistanz vom Bahnhof und vom See) durch den A5-Westast akut bedroht ist, sorgte bei den BesucherInnen für Kopfschütteln und Unverständnis. Deshalb erhält der Gemeinderat der Stadt Biel in den nächsten Tagen einen Brief mit hunderten von Unterschriften, die am Tag der offenen Tür im Centre Müller gesammelt wurden. Titel der Petition: «DAS MASCHINENMUSEUM CENTRE MÜLLER DARF NICHT DEM A5-WESTAST GEOPFERT WERDEN!»

Bilder: © Michael Giezendanner; Angelo Scudeletti; Präsentationen Margrit Wick und Rolf Weber

Text: © Gabriela Neuhaus, 30.10.2017

Bericht und Bilder zum Tag der offenen Tür auch auf:

Biel im Bild

 

 


 

 27.10. 2017 

ÜBER 10’000
UNTERSCHRIFTEN GEGEN DEN A5-WESTAST BEIM UVEK EINGEREICHT

 

 

WEITER SO!

 

 


 

 23.09 2017: 

 

Bilder: © Samuel Tuor

Ein Fest für Biel/Bienne

 

«Carton statt Beton» stand auf einem Transparent. «Rastatt lässt grüssen» auf einem anderen. Trillerpfeiffen, Trompeten und Pfannendeckel sorgten für den Soundtrack. Die Bahnhofstrasse: Ein wogendes Meer von Fahnen, Menschen – fröhlich, friedlich – und alle mit der gleichen Botschaft: Biel darf nicht zerstört werden. Wir wollen und wir brauchen kein Westast-Betonmonster!

Seit Jahren hat es in Biel keine solche Demonstration gegeben! Viele der TeilnehmerInnen waren zum ersten Mal in ihrem Leben an einer Demonstration. Jung und Alt – aus Biel und aus der Region. Ein Protestmarsch und ein Fest für Biel, das auch von den nationalen Medien endlich wahrgenommen wurde: So z.B. am Samstag in der Tagesschau auf SRF ein Bericht über die Demo in Biel. Der bunte Protestanlass auch auf zahlreichen Newsportalen von Zeitungen, Blogs, Facebook… So, dass auch die PolitikerInnen, die der gestrigen Demo ferngeblieben sind, trotzdem erfahren haben, dass über 3000 Bürgerinnen und Bürger für ihre Stadt auf die Strasse gegangen sind – wegen das Westast-Monster.

 

 

 September 2017: 

Schülerinnen und Schüler zeichneten für Bundesrätin Doris Leuthard…

 

… und viele weitere Briefe hat unsere Bundespräsidentin aus der Region Biel erhalten – von Gross und Klein. Bis Anfang August 2017 waren es über hundert…

Zur Erinnerung: Im Anschluss an den Flashmob gegen den A5-Westast  wurden die Einladungen von Jung und Alt an die Chefin des UVEK verschickt. Mit dem charmanten Angebot wollten die AbsenderInnen erreichen, dass sich die oberste Verantwortliche für die Nationalstrassen einmal nach Biel kommt, um sich vor Ort selber ein Bild über die massiven Eingriffe zu machen, die die geplante Autobahn zur Folge hätte…

 

Lange warteten wir auf eine Antwort aus Bern. Vor den Sommerferien dann ein Telefonanruf aus dem UVEK: Leider seien zahlreiche Einladungen ohne Absender eingetroffen, weshalb sich Bundesrätin Leuthard noch nicht gemeldet habe, erklärte die mit dem A5-Westast betraute UVEK-Juristin Yasmin Hostettler. Da man aber alle BürgerInnen gleich behandeln wolle, suche man nun nach einer Form, auch alle zu erreichen…

Gleichzeitig betonte Frau Hostettler, dass die Bundespräsidentin die Schreiben sehr ernst nehme – und sich durchaus vorstellen könne, trotz dichtem Terminkalender im Spätherbst einmal für einen Austausch mit der Bieler Bevölkerung ins Seeland zu reisen.

Das freute uns natürlich sehr. Mit dem UVEK wurde ein Termin vereinbart, um das Programm für den Besuch in Biel zu konkretisieren. – Die ersten Schritte  für den «Austausch bei Kaffee und Kuchen» waren schon in die Wege geleitet, als der Rückzieher kam:

Nach wiederholter Überprüfung der Situation sei man zum Schluss gekommen, dass Bundespräsidentin Leuthard sich zum jetzigen Zeitpunkt aus juristischen Gründen auf kein Gespräch über den A5-Westast einlassen könne, teilte Yvonne Hostettler mit. Das bis ins letzte Detail reglementierte Verfahren beim Genehmigungsverfahren für eine Nationalstrasse beraubten sie jeglicher Handlungsfreiheit. Das schreibt die Bundespräsidentin auch im Brief, den sie Ende letzter Woche an die bekannten Absender der Kaffee-und-Kuchen-Einladung verschickte:

Bundespräsidentin Doris Leuthard «muss» absagen

«Da das UVEK in dieser Angelegenheit Genehmigungsbehörde ist, hat es die rechtlichen Verfahrensgrundsätze einzuhalten. Es ist mir somit nicht möglich, während des laufenden Verfahrens Gespräche ausserhalb des vorgesehenen Verfahrensablaufes zu führen. Dennoch geniesst das Projekt bei mir grosse Aufmerksamkeit und ich kann Ihnen versichern, dass das Verfahren nach den geltenden Vorschriften und mit der nötigen Sorgfalt geführt wird.»

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FAZIT:   Ein Gespräch mit Frau Leuthard ist für Menschen aus der Region Biel, die sich gegen das vorliegende A5-Westastprojekt wehren,  aus «juristischen Gründen» nicht möglich…

Doch: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Bald schon ist die Bundespräsidentin eine freie Frau – vielleicht dürfen wir sie ja nach Ihrem Rücktritt auf dem Strandboden begrüssen? – Das Verfahren ist dannzumal noch längst im Gang…

Wir würden uns auf alle Fälle sehr freuen, über einen Besuch von Doris Leuthard im Sommer oder Frühherbst 2019!

 


 
 

 16.06.2017:

Baumaktion Nr. 1
Bedrohte Bäume endlich markiert

 

Foto: ©2017 Anita Vozza

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Mehr Bilder hier: FOTOGALERIE BAUM-BLITZAKTION 16.06.2017 

 


 

 21.06.2017: 

Oops … Die Plakate sind weg!

 

Am Mittwoch, im Morgengrauen,  haben die Behörden zugeschlagen: Die Baummarkierungen sind weg, der Trauerkranz mit der schönen Schleife wurde  von seinem Baum heruntergerissen!

Offenbar sollen die Leute nicht sehen, wieviele und welche Bäume dem Westast geopfert würden…

Gerade einmal vier Tage lang hatte die Bevölkerung in Biel und Nidau Zeit, sich ein Bild vom Ausmass der geplanten Abholzungen zu machen. Weil die Behörden, die Bevölkerung nicht aufschrecken wollen, haben wir das Heft selber in die Hand genommen und die todgeweihten Bäume markiert.

Die Baumplakat-Blitzaktion  vom 18. Juni 2017 stiess auf breite Zustimmung. Man kam miteinander ins Gespräch. Viele Leute reagierten nachdenklich, entsetzt über das Ausmass der geplanten Zerstörung. «Mir ist erst durch die Plakatierung der Bäume bewusst geworden, was da vor sich geht!» sagte etwa ein alteingesessener Bieler.

Ganz alle Bäume übrigens haben die Entfernungstrupps dann doch nicht erwischt: Hier und da findet sich noch ein Plakat.


30.06.2017:

Baumaktion Nr.2
Bedrohte Bäume erneut markiert

 

Die Medienmitteilung zur Aktion:

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 Vor Ort sind die Plakate besonders eindrücklich, stechen ins Auge, machen klar und deutlich, was hier auf dem Spiel steht. Deshalb: Selber hingehen und schauen!

… solange sie noch hängen. Es ist damit zu rechnen, dass die Behörden nach dem Wochenende wieder räumen lassen. Wie beim letzten Mal…


 

04. Juli 2017: Oops … Die Plakate sind wieder weg! Aber nur in BIEL.

NIDAU ist baumfreundlicher.

(Mehr zum Thema):  Hintergrundartikel zur Baummarkierung

 


 

 20.05. 2017: 

<h4″>FLASHMOB

 

SCHÖN WAR ES!

Süsser die Veloglocken nie klingeln…

FlashMob-Film

 

… und jetzt freut sich Biel auf den Besuch von Doris Leuthard!