SP

 

WIE ALLES BEGANN

 

Es gab eine Par­tei in Biel/Bienne, die sich wäh­rend Mona­ten stand­haft wei­gerte, eine offen aus­ge­spro­chene Mei­nung zum geplan­ten Auto­bahn-A5-West­ast zu haben.


 

Wahl­kampf Herbst 2016

 

 

28. Februar 2017

Auf der Suche nach einer Grund­hal­tung betref­fend West­ast A5

Eine Kon­sul­ta­tiv­ab­stim­mung, die letz­tes Früh­jahr hin­ter ver­schlos­se­nen Türen statt­ge­fun­den, und an der auch Stadt­prä­si­dent Fehr teil­ge­nom­men hat, zeigte, in wel­che Rich­tung es gehen würde: Damals spra­chen sich 24 der 31 anwe­sen­den SP-Mit­glie­der gegen das aktu­elle A5-West­astpro­jekt aus. Die dama­lige Frak­ti­ons­prä­si­den­tin Dana Augs­bur­ger-Brom fasste die Stim­mung in der SP gegen­über der WOZ zusam­men: «Man­che befür­wor­ten die Auto­bahn samt den geplan­ten Anschlüs­sen – teils aus Loya­li­tät zu SP-Expo­nen­ten, die bei der Pla­nung eine wich­tige Rolle gespielt haben. Andere – dar­un­ter ich – hal­ten die Anschlüsse für einen Feh­ler. Logi­scher­weise wür­den sie in der Innen­stadt zu Mehr­ver­kehr statt zu einer Ent­las­tung füh­ren.»

Stadt­prä­si­dent Fehr, der sei­ner SP ursprüng­lich die Tabui­sie­rung des A5-West­asts auf­er­legt hatte, ist in der Region mitt­ler­weile zum pro­mi­nen­tes­ten Ver­fech­ter des Mega­pro­jekts gewor­den. Aller­dings macht ihm die wach­sende Kri­tik, gerade auch aus den Rei­hen der SP-Wäh­ler­schaft sowie der SP-Poli­ti­ke­rIn­nen, zuse­hends zu schaf­fen. Auf das Resul­tat der SP-Kon­sul­ta­tiv­ab­stim­mung  Früh­jahr ange­spro­chen, reagierte er dem Ver­neh­men nach unge­hal­ten: Es handle sich bei die­ser Sache um Inter­nas, die in der Öffent­lich­keit nichts ver­lo­ren hät­ten, liess er sich ver­neh­men.

 

18.April 2017

Immer noch auf der Suche nach einer Grund­hal­tung betref­fend West­ast A5

 

Der Bund 18.4.2017

 

3. Mai 2017

Neue halbe Füh­rung, aber nach wie vor keine Grund­hal­tung betref­fend West­ast A5

thumbnail of Bieler SP hat wieder eine halbe Führung – News Bern: Kanton – derbund.ch

Der Bund 5.5.2017


Die West­ast-Kri­ti­ke­rIn­nen aus der SP hiel­ten sich weit­ge­hend an das von der Par­tei­no­men­kla­tura ein­ge­for­derte West­ast-Tabu und mach­ten die Faust bloss im Sack – viele aus falsch ver­stan­de­ner Loya­li­tät. Ganz anders die Befür­wor­ter: Ex-Stadt­prä­si­dent und West­ast-Pro­mo­ter Hans Stöckli etwa ver­kün­det immer noch, dass er sich heute, da er als Stän­de­rat jetzt in Bern und nicht mehr in Biel poli­ti­siere, nicht mehr zu die­sem Thema äus­sere. Trotz­dem tritt er als z. B. lei­den­schaft­li­cher Befür­wor­ter im Promo-Film auf, den das Tief­bau­amt des Kan­tons für den A5-West­ast dre­hen liess.

Niklaus Balt­zer, lang­jäh­ri­ger SP-Stadt­rat und eben­falls West­ast-Befür­wor­ter, schlug die­sen Som­mer – –nach sei­nem Rück­tritt aus dem Bie­ler Par­la­ment – in den Bie­ler Medien eif­rig die Wer­be­trom­mel für das stadt­zer­stö­rende Pro­jekt. Pikan­tes Detail: Gleich­zei­tig war er daran, sei­nen Weg­zug aus der Stadt Biel nach Bern vor­zu­be­rei­ten…

 

 

Jetzt – Ende 2017 – ist der Damm gebro­chen: Die SP Gesamt­par­tei der Stadt hat Stel­lung bezo­gen. BRAVO!