FEHL­IN­FOR­MA­TION AM STRAND­BO­DEN

 

Die PR-Maschi­ne­rie für die A5 West­ast-Auto­bahn durch Biel läuft wie geschmiert. Dazu gehö­ren natür­lich auch hyper­rea­lis­ti­sche Visua­li­sie­run­gen.

Zum Bei­spiel der Blick aus der Luft auf den Halb­an­schluss in der See­vor­stadt, auf den Strand­bo­den und den See. Dabei fällt ein Detail auf, das defi­ni­tiv nicht mit den nun auf­lie­gen­den Aus­füh­rungs­plä­nen der Westastau­to­bahn über­ein­stimmt:

Auf der Visua­li­sie­rung steht das schmu­cke Häus­chen der 1887 gegrün­de­ten Nep­tun AG in alter Schön­heit da, völ­lig unan­ge­tas­tet unter lau­schi­gen Bäu­men. So, wie wir den Ort lie­ben und wie wir ihn seit eh und je ken­nen…

So wird es aber nach Beginn der Auto­bahn­bau­ar­bei­ten nie wie­der sein: Auf den Aus­füh­rungs­plä­nen für das Auto­bahn­pro­jekt steht beim Nep­tun klar und deut­lich: Abbruch Gebäude.

Die Neu­en­burg­strasse wird näm­lich ein brei­tes Stück weit auf das Areal des Strand­bo­dens hin­ein ver­legt – da gibt es kei­nen Platz mehr für lau­schige Hexen­häus­chen und gemüt­li­che Sonn­tags-Brunchs oder Fischer-Zmorge, wie sie heute, nebst dem Boots­ver­leih, im Nep­tun-Ange­bot ste­hen.

Kommt dazu, dass es viele Jahre dau­ern wird, bis ent­lang der Strasse wie­der so üppige Bäume ste­hen wer­den, wie dies die Visua­li­sie­rung sug­ge­riert. Denn der aktu­elle Baum­be­stand muss der Bau­stelle wei­chen.

Kurzum: Die Visua­li­sie­rung ver­mit­telt Falsch­in­for­ma­tio­nen und ist eine krasse Täu­schung. Dabei han­delt es sich nicht um ein Detail. Die Nep­tun AG ist ein his­to­ri­sches Denk­mal und eine wich­ti­ges Wahr­zei­chen des Bie­ler Strand­bo­dens – sowohl für Ein­hei­mi­sche wie für Tou­ris­tIn­nen.

Ob diese Fehl­in­for­ma­tion bewusst gestreut wird, oder ob man­gelnde Sorg­falt im Spiel ist, spielt keine Rolle: Wir for­dern drin­gend eine Rich­tig­stel­lung von Sei­ten des Kan­tons und der Stadt sowie die Kor­rek­tur der fal­schen Visua­li­sie­rung noch wäh­rend der Ein­spra­che­frist!

 
 

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